Häufig verlaufen über Freiflächen und landwirtschaftlich genutztem Gelände Freileitungen für die Stromversorgung der Region. Zurzeit findet die Ernte auf vielen Feldern statt. Daher bittet Westnetz um besondere Vorsicht und Sorgfalt bei Arbeiten in der Nähe von Freileitungen. Sollten landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Maschinen in Berührung mit der unter Spannung stehenden Leitung kommen, besteht Lebensgefahr. Es sind spezielle Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.
Der Aufenthalt in der Nähe von Freileitungen ist in der Regel unproblematisch. Bei bestimmten Arbeiten müssen jedoch Vorkehrungen getroffen werden. Um Unfälle zu vermeiden, ist es wichtig, sich der potenziellen Gefahren bewusst zu sein und die Verkehrswege sowie die Umgebung regelmäßig und sorgfältig zu überprüfen. Bei der Verwendung von Landmaschinen und Baugeräten wie Mähdreschern, Baggern, Kippern und Lastwagen sollte ein Schutzabstand gemäß der Schutzanweisung für spannungsführenden Leitungen eingehalten werden. Falls der Schutzabstand nicht eingehalten werden kann, ist es wichtig, die Leitungen während der Arbeiten spannungsfrei zu schalten. Dafür kann Westnetz unter der Service-Hotline 0800 4112244 kontaktiert werden.
Wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Berührung mit einer Freileitung kommt, ist es besonders wichtig, den Gefahrenbereich von etwa 20 Metern nicht zu betreten und das Fahrzeug nicht zu verlassen. Lässt sich das Fahrzeug noch steuern, sollte der Fahrer oder die Fahrerin versuchen, sich vorsichtig aus dem Gefahrenbereich zu bewegen. Gleichzeitig muss unverzüglich der zuständige Stromnetzbetreiber informiert werden, damit die Leitung abgeschaltet werden kann. Der Führerstand darf erst nach der Stromabschaltung verlassen werden.
Nur wenn eine unmittelbare Gefahr besteht, beispielsweise durch einen Brand des Fahrzeugs, sollte der Führerstand verlassen werden. In diesem Fall ist es wichtig, sich in sehr kleinen Schritten vom Gerät zu entfernen, um das Risiko eines Stromschlags zu verringern. Anschließend sollte der Gefahrenbereich bis zum Eintreffen des Stromnetzbetreibers abgesichert bleiben.
„Jeder Unfall mit Stromleitungen kann lebensgefährlich sein. Deshalb ist es entscheidend, Ruhe zu bewahren, das Fahrzeug nicht zu verlassen und sofort den Stromnetzbetreiber zu kontaktieren“, erklärte Tim Bucksteeg, Sicherheitsexperte bei Westnetz. „Diese einfachen Schritte können Menschenleben retten.“
Westnetz appelliert an alle Landwirtinnen und Landwirte, Lohnunternehmerinnen und Lohnunternehmer sowie Maschinenführerinnen und Maschinenführer, besonders vorsichtig zu sein und sich der Gefahren in der Nähe von Freileitungen bewusst zu sein. Im Notfall zählt jede Sekunde – Abstand halten und auf fachkundige Unterstützung warten kann entscheidend sein. Die Westnetz Hotline ist unter der Telefonnummer 0800 4112244 zu erreichen. Die ausführliche Schutzanweisung ist unter folgendem Link abrufbar: schutzanweisung-versorgungsanlagen-für-baufachleute-bauherren.pdf.
Weitere Informationen unter: www.westnetz.de
(Foto: Bilddatenbank Pixabay, Fotograf Alexander Fox)




