Ferienlager Mauterndorf zeigt, warum Gemeinschaft, Zusammenhalt und gemeinsame Erlebnisse das Ferienhilfswerk St. Ulrich ausmachen.
Mauterndorf. Rafting, Kletterpark, Bergtouren, Sommerrodelbahn, Schwimmbad, Spiele und Disco: Das Ferienlager in Mauterndorf bietet Kindern und Jugendlichen zwei Wochen voller Abenteuer. Doch wer die Teilnehmenden fragt, was diese Zeit wirklich besonders macht, nennt nur selten einen einzelnen Programmpunkt.
Viel häufiger fällt ein anderes Wort: Gemeinschaft.
Das diesjährige Lagermotto „Mon Amour“ bedeutet übersetzt „Meine Liebe“. Im Ferienlager zeigt sich diese Liebe vor allem darin, füreinander da zu sein, gemeinsam zu lachen, Verantwortung zu übernehmen und Erinnerungen zu schaffen, die bleiben.
Genau das wird in Mauterndorf täglich gelebt: Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Vielfalt als Stärke.
Gemeinschaft im Ferienlager beginnt beim Zusammenhalt
Was Gemeinschaft im Ferienlager Mauterndorf bedeutet, erklärt Thea Winnekens (12), die in diesem Jahr zum ersten Mal mit nach Mauterndorf gefahren ist, erstaunlich einfach:
„Dass man zusammenhält, sich unterstützt und Sachen gemeinsam macht.“
Mehr braucht es eigentlich nicht.
Obwohl Thea zum ersten Mal dabei ist, fühlt sie sich sofort wohl. Für sie steht deshalb schon jetzt fest, dass sie wieder mitfahren möchte.
Dass dieses Gefühl schnell entsteht, überrascht erfahrene Betreuerinnen und Betreuer kaum.
Für Sebastian Hödicke (37), im Ferienlager besser bekannt als „Hödi“, beginnt das besondere Lagergefühl in Mauterndorf bereits mit der Ankunft:
„Von Anfang an sobald man hier ins Lager kommt und das Lagerfeeling einfach wieder auflebt, was man schon öfter erlebt hat, denkt man sich einfach: Diese Gemeinschaft und dieser totale Spaß und all diese ganzen verrückten Leute auf einem Haufen – das ist absolut nur Spaß und Freude garantiert.“
Im Ferienlager Mauterndorf gehören alle zusammen
Gemeinschaft zeigt sich in Mauterndorf nicht nur während der offiziellen Programmpunkte. Sie zeigt sich auch dort, wo eigentlich gar keine Unterschiede gemacht werden.
Für Leo Rous (13) gehört deshalb jeder zum Lagerteam:
„Also, die Küche, die Betreuer und die Kinder natürlich. Ich finde es gut, dass wir immer alles zusammen machen und sogar die Küche manchmal beim Programm mitmacht. Auch beim Wandern – der Benny aus der Küche ist mit uns den Berg hoch. Richtig gut.“
Auch Stella Ingenerf (13) erlebt dieses Miteinander:
„Man merkt das, indem die Betreuer mit uns überall hingehen und was unternehmen. Die Küche hat mit uns zum Beispiel Streiche für die Betreuer gemacht. Das war lustig.“
Die Aussagen der Kinder zeigen etwas Bemerkenswertes: Für sie gibt es keine strikte Trennung zwischen Küche, Lagerleitung und Betreuung. Sie erleben alle als Teil derselben Gemeinschaft.
Miteinander statt Zuständigkeiten
Natürlich gibt es im Ferienlager unterschiedliche Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Im Alltag scheint das jedoch kaum eine Rolle zu spielen.
Ylvi Coopmann (13), die bereits zum zweiten Mal in Mauterndorf dabei ist, beschreibt das ganz selbstverständlich:
„Bei den Betreuerstreichen haben alle selbstverständlich zusammengearbeitet. Genauso bei den Zimmerplakaten oder beim Chaosspiel.“
Auch Lagerleiter Marcel Schulz (31) fasst dieses Prinzip mit wenigen Worten zusammen:
„Bunt gemischte Truppen – egal welches Alter.“
Dass dieses Miteinander weit über das Betreuungsteam hinausgeht, erlebt er jeden Tag:
„Die Kinder zeigen ganz häufig Eigeninitiative und übernehmen sogar Aufgaben von Betreuern – zum Beispiel bei der Einteilung fürs Raften oder bei anderen Sachen. Daran merkt man einfach, was für eine coole Truppe wir hier haben. Hier denkt nicht jeder nur an sich, sondern an alle.“
Gemeinschaft entsteht also nicht, weil sie organisiert wird.
Sie entsteht, weil Menschen Verantwortung übernehmen.
Im Ferienlager wird niemand ausgeschlossen
Wie selbstverständlich Gemeinschaft entstehen kann, erlebt auch Theo Roghmanns (12). Nach vier Jahren im Ferienlager Ellemeet war Mauterndorf für ihn in diesem Jahr eine neue Erfahrung. Trotzdem fühlte er sich vom ersten Tag an willkommen.
„Ich fand gut, dass zum Beispiel im Kletterwald die Größeren geholfen und auch die Kleineren aufgenommen haben. Niemand wurde ausgeschlossen.“
Gerade dieser Moment zeigt, was das Ferienlager ausmacht: Wer stärker ist, hilft den anderen. Wer neu ist, wird aufgenommen. Und wer Unterstützung braucht, bekommt sie.
Gemeinsame Erlebnisse schaffen Erinnerungen
Fragt man die Kinder nach Gemeinschaft, sprechen sie selten über große Begriffe. Sie erzählen von gemeinsamen Erlebnissen.
Für Elise Hauk (12) bedeutet Gemeinschaft:
„dass man zusammen Spaß hat, während man zusammen Dinge erlebt und Erinnerungen schafft.“
Besonders in Erinnerung bleiben ihr die gemeinsamen Schwimmbadbesuche und Wanderungen.
Genau diese Mischung aus Abenteuer, Bewegung und Gemeinschaft prägt die zwei Wochen im Ferienlager Mauterndorf.
Rafting auf dem Fluss.
Wandertouren – vom gemütlichen Panoramaspaziergang bis zur Gipfelbesteigung.
Spiele im Garten, Fußball, Filmabende, Discos und unzählige kleine Momente zwischendurch.
Bergfest in Mauterndorf: Ein Tag voller Gemeinschaft
Manchmal gibt es einen Augenblick, der ein ganzes Ferienlager zusammenfasst.
Für Betreuer Niclas Steckel (26) war das das traditionelle Bergfest:
„Wir waren den ganzen Tag wandern. Alle, die auf den Gipfel wollten, haben den Gipfel gestürmt. Die anderen hatten einen wunderschönen Ausblick am See. Danach hat die Küche einen wunderbaren Grillabend veranstaltet. Die Sonne schien in den Garten, die Kinder haben Volleyball gespielt, andere lagen auf dem Rasen oder haben getobt. Währenddessen hat der Grill wahnsinnig geduftet. Das ist Ferienlager pur.“
Viel mehr braucht es nicht, um zu verstehen, warum Menschen Jahr für Jahr wieder nach Mauterndorf kommen.
Mehr als zwei Wochen Ferien
Auch Lagerleiter Marcel Schulz blickt zufrieden auf die vergangenen Tage zurück.
Rund 50 Teilnehmende, fast durchgehend Sonnenschein, abwechslungsreiche Programmpunkte und eine Gruppe, die schnell zusammengewachsen ist: Das Ferienlager in Mauterndorf hat auch in diesem Jahr viele besondere Momente geschaffen.
Besonders in Erinnerung bleibt ihm dabei nicht nur das Lager selbst, sondern auch die Offenheit des Ortes. Beim Nationenfest im Dorf halfen Betreuende und Küche gemeinsam am deutschen Stand mit, während die Kinder das Fest erkunden konnten.
„Die Kinder machen hier echt mega mit. Wir haben ganz viele lustige Situationen erlebt und sind als Gruppe im Dorf richtig gut angekommen. Es war ein sehr vollgepacktes Lager mit vielen Erinnerungen. Wir hatten alle hier eine richtig gute Zeit.“
Warum die Betreuenden jedes Jahr wiederkommen
Dass viele Betreuerinnen und Betreuer Jahr für Jahr wiederkommen, hat genau damit zu tun.
Für Stefan Funke gehört das Ferienlager längst fest zum Jahresablauf:
„Weil es einfach jedes Jahr fest dazugehört, ein Highlight im Kalender ist. Man freut sich jedes Jahr darauf, erlebt immer wieder neue Besonderheiten und nimmt aus den zwei Wochen unglaublich viel für sich mit. Sie holen einen aus dem Alltag heraus und sind einfach etwas ganz Besonderes.“
Es sind eben nicht nur die Ausflüge und Programmpunkte, die in Erinnerung bleiben. Es sind die Begegnungen, die gemeinsamen Erlebnisse und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
„Gemeinschaft. Spaß. Toll.“
Vielleicht lässt sich das Ferienlager Mauterndorf deshalb am besten mit den Worten von Amelie Dziekonski (13) beschreiben.
Auf die Frage, wie sie die zwei Wochen in drei Worten zusammenfassen würde, antwortet sie ohne zu zögern:
„Gemeinschaft. Spaß. Toll.“
Und vielleicht steckt darin bereits alles, was das Lagermotto „Mon Amour“ ausdrücken möchte: Liebe zur Gemeinschaft, Freude am gemeinsamen Erleben und das gute Gefühl, füreinander da zu sein.





