Manchmal gibt es Situationen, in denen man Entscheidungen treffen muss, die nicht allen gefallen. In diesem Fall betrifft es vor allem die Mountainbike-Fahrerinnen und -Fahrer auf dem Schmuhlsberg.
Oben auf dem Schmuhlsberg – dort, wo früher einmal ein Spielplatz war – ist in der vergangenen Zeit eine inoffizielle Mountainbike-Strecke entstanden. Mit viel Einsatz wurden Hügel, Kurven und kleine Pisten angelegt, um den Hang mit dem Bike herunterzufahren. Man merkt: Hier steckt Begeisterung für den Sport dahinter.
Leider gibt es an diesem Ort einen entscheidenden Punkt, der vielen vermutlich nicht bewusst war.
Der Schmuhlsberg ist ein Bodendenkmal
Das Amt für Bodendenkmalpflege hat die Gemeinde aufgefordert, die Mountainbike-Strecke auf dem Schmuhlsberg zurückzubauen, denn an dieser Stelle stand vor langer Zeit ein Kastell. Aus diesem Grund steht der Boden dort unter besonderem Schutz.
Das bedeutet ganz konkret:
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Veränderungen am Boden – etwa das Aufschütten von Hügeln oder das Anlegen von Strecken – sind an und rund um ein Bodendenkmal gesetzlich nicht erlaubt und unter Umständen sogar strafbar.
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Zusätzlich hat uns auch Wald und Holz NRW gebeten, die entstandene Mountainbike-Strecke wieder zurückzubauen.
Rückbau beginnt am Montag
An dieser Stelle müssen wir unseren Verpflichtungen nachkommen. Deshalb beginnt am kommenden Montag, 16. März 2026, der Rückbau der angelegten Hügel und Pisten. Damit stellen wir sicher, dass das Bodendenkmal geschützt und erhalten bleibt.
Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung für viele Mountainbike-Fans enttäuschend ist. Trotzdem bitten wir um Verständnis: Der Schutz historischer Orte ist eine Aufgabe, die wir als Gemeinde ernst nehmen müssen.
Gute Alternativen für Mountainbike-Fans
Die gute Nachricht ist: Wer Lust auf Hügel, Wellen und schnelle Runden hat, muss darauf nicht verzichten. In der Gemeinde gibt es bereits passende Angebote:
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Pumptrack-Anlage im Baugebiet Alpen – Ost, in der Nähe der Feuerwehr, lädt zum Fahren, Üben und Austoben ein.
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Außerdem wird die mobile Pumptrack-Anlage bald wieder aus dem Winterschlaf geholt und in Menzelen aufgebaut.
Dort können Bikes, Scooter oder auch Skateboards über Wellen und Kurven rollen – ganz offiziell und ohne Konflikte mit Natur- oder Denkmalschutz.
Eine Bitte zum Schluss
Bitte nehmt keine Veränderungen am Boden auf oder rund um Bodendenkmäler vor. Auch wenn es gut gemeint ist oder aus Begeisterung für den Sport geschieht: Solche Eingriffe führen fast immer zu Problemen – und der Rückbau ist früher oder später sehr wahrscheinlich und kostet Geld.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sowohl unsere Geschichte geschützt bleibt als auch genügend Raum für Sport und Bewegung vorhanden ist.
Vielen Dank für euer Verständnis. 🚴♂️




