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Kulturstiftung und viele weitere spendeten für Bronzestatue

von | 9. Juni 2026 | Vereine & Ehrenamt

Soziales Netzwerken vor 100 Jahren

 Mit seiner Handglocke und lauten Stimme war Heinrich Graeven zu seiner Zeit das, was das Handy heute ist: ein Nachrichtenmedium. Von 1910 bis 1930 war Heinrich Graeven der letzte amtliche Ausrufer von Alpen. „Er machte das ehrenamtlich“, betonte Bürgermeister Ludger Staymann jetzt bei der Einweihung der Bronze-Statue, die direkt vor dem Rathaus an Heinrich Graeven erinnert. Viele, viele Spender, darunter auch die Kulturstiftung der Sparkasse am Niederrhein, brachten die rund 37.000 Euro für das 130 Kilogramm schwere Denkmal zusammen.

In den vergangenen 18 Monaten zog Carlo Hofmann mit seiner Handglocke durch die Gemeinde und warb als Spenden-Botschafter für das Projekt. Tatkräftig dabei unterstützt wurde er von den Junggesellenschützen sowie dem Heimat- und Verkehrsverein. Die Gemeinde beantragte zudem Fördermittel beim Land NRW. Die Einweihung des Denkmals, das der Künstler Attila Bloj geformt und gegossen hat, kündigte Carlo Hofmann weithin hörbar mit Glocke und Stimme an und formulierte bereits eine neue Idee: „Dieser Ort hier könnte zum Selfie-Point werden und die Menschen dazu ermuntern, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren.“

Bürgermeister Staymann sagte mit Blick auf die Bronze-Statue von Heinrich Graeven: „Wir erinnern uns hier zugleich an den Ursprung der Kommunikation, lange bevor es die digitalen Medien gab.“

Bei den Kindern war der letzte Ausrufer von Alpen gleichermaßen beliebt, denn außer den neuesten Nachrichten hatte er immer süße Klömpkes, also Kandiszucker, dabei, den er unter den kleinen Zuhörern verteilte.

Carlo Hofmann wusste zudem zu berichten: „Heinrich hat sich nebenbei immer auch ein kleines Handgeld verdient, indem er private Nachrichten mit in sein Repertoire aufnahm: Hochzeiten, Feiern und vieles mehr.“ Mit anderen Worten: soziales Netzwerken vor gut 100 Jahren.